Soziale Netzwerke: If you can’t beat them, join them

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Social Media: Beginnen Sie mit einer Politik der kleinen Schritte. Aber bleiben Sie dran.

Social Media: Beginnen Sie mit einer Politik der kleinen Schritte. Aber bleiben Sie dran.

Off = On: Der Trendforscher Rainier Evers hat die zweifelhafte Faszination neuer digitaler Medien so erklärt: Alle unsere Online-Kommunikation verfolgt genau eines und immer das gleiche finale Ziel: Dass wir uns in der realen Welt treffen. Das Internet kann alles, was die reale Begegnung nicht kann, aber es kann sie nicht ersetzen.

In diesem Atemzug haben wir den Begriff der «virtuellen Messe» stets als das tituliert, was er ist: Ein Etikettenschwindel, da bis heute kein Medium existiert, das die Multifunktionalität des Mediums Messe und die damit verbundenen Marketing- und Absatzpotenziale auch nur annähernd bewerkstelligen könnte. Wenn’s denn unbedingt sein muss, verwenden Sie doch den Begriff der Cybermesse, weil in diesem schon die Irrealität und Fiktionalität zum Thema anklingt.

Trotzdem treiben uns sogenannt soziale Netzwerke um, solange wir keine Taktik für Umgang mit ihnen gefunden haben. Entwarnung in einer gewissen Weise gab hier die Podiumsdiskussion am 43. Internationalen Messeseminar bei der Fiera Bozen zum Thema «Wohin geht die Reise?». Der Tenor «If you can’t beat them, join them» war keine Kapitulation vor der Übermacht der Digitalität, sondern eine pragmatische Übungsanleitung, wie man Messen und soziale Netzwerke zusammen bringt.

Stellvertretend dafür das Votum von Jochen Witt, der sagte: «Messe und Virtualität stehen miteinander im Wettbewerb der Budgets. Je mehr wir in der Lage sind, alternative Medien in unsere Messen einzubeziehen, desto besser können wir unsere Kundenbedürfnisse befriedigen».

Ganz richtig, Jochen Witt, Messeveranstalter mit ihrer Kompetenz in der Live Kommunikation bieten sich soziale Netzwerke als Chance, Strategien im Umgang mit der Online-Community für ihre KundInnen vorzudenken, um sie auch in Zukunft an ihr Unternehmen zu binden. Vor allem, so lange die sozialen Netzwerke kein tragfähiges Geschäftsmodell kennen, das den Nutzen für den User in den Vordergrund stellt anstatt den eigenen Profit.

Wie lassen sich soziale Netzwerke in die Kommunikationsstrategie integrieren?
If you can’t beat them join them oder auf Deutsch: Was wir nicht besiegen können müssen wir integrieren. Mit einer Teilnahme auf Facebook oder Xing und dem «posten» von Content ist allerdings wenig erreicht und die Gefahr eines Schadens in Form eines Glaubwürdigkeitsverlustes oder einer ungünstigen Aufwand:Nutzen-Relation gross. Ihre Marke muss eine Dreiwegkommunikation zwischen Ihren Unternehmen, Ihren Anspruchsgruppen schaffen und dann eine Plattform, auf der die Nutzer von sozialen Netzwerken untereinander sprechen. Eine Community ist erst geschaffen, wenn die TeilnehmerInnen miteinander kommunizieren. In der Business:to:Business Kommunikation führt ein Weg dazu über entsprechende Fachgruppen und der Königsweg darin, wenn Ihr Unternehmens es schafft, dass dieser Dialog auf Ihrer Webpage oder auf Ihrem Blog stattfindet, anstatt auf Facebook oder Xing. Es gehört zu den meistgemachten Fehlern, Communities den sozialen Netzwerken zuzuführen anstatt sie dort abzuholen. Damit ist auch gesagt, dass es in der Kommunikation mit sozialen Netzwerken nicht darum geht, über sein eigenes Unternehmen zu monologisieren, sondern Content zu bauen, der Ihren KundInnen einen weiterführenden Nutzen anbietet. Wenn wir nur über uns selber sprechen, verliert unsere Community Interesse und klickt weg.

Aussteller- und BesucherkundInnen auf Messen erwarten von Veranstaltern heute bedeutend mehr als die Mietleistung für temporären Immobilienbesitz. Sie verlangen von einem Veranstalter ein weiterführendes Angebot, das sie befähigt, eine crossmediale Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen zu führen. Messeveranstalter müssen mehr sein als Platzanweiser für Ihre Hallenflächen, nämlich Moderator für die Kommunikation von Anbieter und Abnehmer auf allen kommunikativen Kanälen. Wir haben diese neue Anforderung im programmatischen Titel «Mehr Intelligenz pro m2» gefasst. Wer soziale Medien intelligent und aktiv anstatt als passiver Mitmacher nutzt, spricht mit seiner Community anstatt nur mit sich selbst.

P.S. Und hier sind einige Tipps für Ihr digitales Marketing: 1) Denken Sie nicht in Medien, sondern an eine Gesamtstrategie. 2) Definieren Sie Ihr Markenziel. 3) Beginnen Sie mit einer Politik der kleinen Schritte. Aber bleiben Sie dran.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Der Markt für Gesundheit und Schönheit wird grösser und jünger

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Schöne Männer braucht das Land. Und Frauen ebenso.

Schöne Männer braucht das Land. Und Frauen ebenso.

Gesundsein macht schön: Wenn Konsumenten vom Teenager bis zum Pensionierten heute immer mehr Geld für ihre Gesundheit und für Schönheit ausgeben, sind das Zeichen ein und derselben Entwicklung: Gesundsein und Schönsein werden heute als zusammengehörend betrachtet. Und: Immer jüngere Zielgruppen geben ihr Geld für beide Bereiche aus. Diesen Trend spiegeln die drei unter dem Dach messe2011 durchgeführte Fach- und Publikumsmessen vom 16. – 18. September 2011 in der Bernexpo.

Gesundheit wird heute generationenübergreifend nicht mehr einfach als Zustand, sondern als Lebenseinstellung verstanden, die immer mehr Menschen aktiv gestalten wollen. Das Gottlieb Duttweiler Insitut hat das unter den Nenner «Vom Lifestyle zum Healtstyle» gebracht.

Nehmen wir die Jugend: Das Schönheitsideal unter Teenagern wird zum Schönheitswettbewerb. Schön sein beschränkt sich dabei nicht mehr wie früher auf Mode und Kosmetik. Zum Schönsein werden immer mehr auch Angebote von Zahnarztkliniken (Stichwort: Zahn-Bleaching), Haar-Verlängerungsinstituten, Anbietern von hochwertiger Nahrung und von Firmen aus dem Wellness-Bereich wie Hotels, Massageinstitute oder Einrichtungen für fernöstliche Medizin in Anspruch genommen.

Auch die ältere Generation hat das Schön- und Gesundsein entdeckt: Wer früher das Thema an seinen Hausarzt delegierte, orientiert sich heute in Apotheken und Drogerien sowie bei Lifestyle-Beratern darüber, wie man seinen Alltag verschönert und verbessert.

Und was gibt es dazu aus der Sicht des Bloggers zu sagen? Nichts wie hin. Nehmen Sie als Aussteller teil, wenn Sie im Bereich Pharma, Gesundheit oder Schönheit tätig sind. Die messe2011 ist die einzige kombinierte Messe für die Pharma-, Schönheits- und Gesundheitsbranche in der Schweiz. Sie wird für den Fachhandel einerseits und das grosse Publikum anderseits räumlich und in der Zulassung der Besucherinnen und Besucher getrennt durchgeführt, was eine Eingrenzung Ihrer Zielgruppe (anstatt eine künstliche Verwässerung) garantiert. Alle drei Messen führen Hersteller und Handel und Endabnehmer zusammen und ermöglicht diesen Marktteilnehmern einen konzentrierten und qualitativen Dialog, wie er ihnen mit anderen Medien in dieser Konzentration nicht möglich ist.

Stellen Sie aus, um zu gewinnen – Kunden, Budget, Aufträge? Go for it.

Urs Seiler / www.smartville.ch

I love Rock ‚n’Roll: Heavy Metal am Schweizer Dialogmarketing-Preis

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

I love rock ‚n’ roll, so put another dime in the juke box, baby.

I love rock ‚n’ roll, so put another dime in the juke box, baby.

Morning all

Ein Dialogmarketingexperte hat uns vor einigen Jahren die wundersame Botschaft anvertraut, Direktmarketing sei «the best thing since sliced bread», die beste Erfindung seit der Einführung von Brot in Scheiben. Worauf ihm ein Marketing-Guru antwortete: Geschnittenes Brot sei auch nicht mehr die Erfolgsstory, die es einmal war, und er persönlich bevorzuge heute organisches Foccacia.

Was er damit thematisieren wollte: Direktmarketing verrichtet zwar immer noch grossartige Arbeit, Dialogkampagnen sind aber taktische, keine strategischen Massnahmen. Was Direktmarketingkampagnen aber leisten wie kein anderes Marketinginstrument, ist Handlungen auszulösen nach der guten alten AIDA-Formel, die Ihre KundInnen veranlassen, bei Ihnen  zu kaufen. Gibt es ein höheres Marketingziel?
Die geballte Kraft von Dialogkampagnen wurde in einer erneut hervorragenden Preisverleihung, kurz aber auf höchstem Niveau, im Zürcher Kongresshaus sichtbar. Vom Akquise-Mailing über adressierte oder nicht personalisierte Mailings bis hin zu integrierten Dialogmarketingkampagnen befanden sich alle Einreichungen der versammelten Elite an schweizerischen Werbe- und Direktmarketingagenturen auf höchstem Niveau.

Ein hohes Lob gebührt den Organisatoren des Events selber: Beginn war um 18.30 Uhr, Einchecken und Kontakte-Knüpfen ab 17.15 Uhr, Ansprache, Ehrungen, eine Preisverleihung die rockte, ganz nach dem Motiv des Abends «Heavy Metal», hochstehende Unterhaltung, Gala-Dinner, Netzwerk-Gelegenheiten und bis um 22 Uhr war das Hauptprogramm abgerollt. Wer wollte, konnte noch zur After-Party bleiben, wer sein Zeitbudget erschöpft hatte, ruhigen Gewissens und mit den Visitenkarten der gesuchten Business-Partner im Gepäck nach Hause aufbrechen. Das war Heavy Metal für die Marketingwirtschaft und wir können nur sagen: I love Rock ‚n’ Roll, so put another dime in the juke box, baby.

P.S. Danke auch, liebe Kolleginnen, für die magistrale Erleichterung der Arbeit der teilnehmenden Presse. Das war professionell und hatte Klasse.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Bernexpo Groupe: Nomen est omen

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Bernexpo Groupe in der Live-Kommunikation: Mehr als ein Etikettenwechsel.

Bernexpo Groupe in der Live-Kommunikation: Mehr als ein Etikettenwechsel.

Der anlässlich der Einweihung der neuen Ausstellungshallen Naha 2 in Bern verkündete Namenswechsel der bernischen Messeunternehmen war ein Paukenschlag: Still und leise, aber temporeich, hat sich der Messeplatz Bern in den letzten Jahren aufgemacht, seine Stellung im Veranstaltungswettbewerb auszubauen. Nicht wenig erstaunt waren deshalb die zur Eröffnung der neuen Messehallen im April geladenen Gäste, dass man ihnen nicht nur das versprochene, in Rekordzeit gebaute schmucke Messegelände präsentierte. Sondern gleichzeitig den Namenswechsel auf Bernexpo Groupe.

Und das steckt hinter der neuen Etikette Bernexpo Groupe: Der frühere Name des Unternehmens, historisch aus der grössten Messe am Platz entstanden, war nicht mehr nur unzeitgemäss, er war irreführend. Denn die Bernexpo Groupe positioniert sich heute nicht mehr ausschliesslich im Messe-und Kongressgeschäft, sondern setzt einen stärkeren Akzent auf das Eventgeschäft, neudeutsch auf Live-Kommunikation. Unnötig festzuhalten, dass im Zuge dieser Neupositionierung auch das Messekerngeschäft neu an- und überdacht wird.

Aus diesem Grund ist der Namenswechsel mehr als ein reiner Etikettenwechsel. Er geht einher mit einer in den letzten Jahren hart erarbeiteten Strategieerweiterung. Nomen est omen oder kleine Ursache, grosse Wirkung: Das französischsprachige «e» im Wortzusatz «Groupe» zeigt, dass man sich nicht in einem fiktiven globalen Markt, sondern gemäss eigenen Aussagen als einziger Messeplatz in der Schweiz, auf den sowohl deutschsprachige als auch Kunden aus der Romandie kommen, positioniert. All business is local.

Und was hat dieser Markenwechsel gekostet? Gemäss CEO Roland Brand einen Betrag in sechsstelliger Höhe. Eine teure Markenarchitektur also? Nein. Die grössten Kosten entstehen für die Neugestaltung der Beschilderung (Signalethik) mit dem neuen Namen.

Kein Zweifel: Die Ausrichtung der Bernexpo Groupe ist durchdacht. Weitere Signale zur Neulancierung sind zu erwarten. Bleiben wir dran.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Machen Sie Ihre Kunden erfolgreich?

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Ausstellung + Kongress + Demonstrationsfeld = Urbantec Köln

Ausstellung + Kongress + Demonstrationsfeld = Urbantec Köln

Legen Sie jetzt den Grundstein für Ihren künftigen Geschäftserfolg. Indem Sie Ihre Kunden erfolgreich machen.

Die neu lancierte UrbanTec, Smarte Technologien für bessere Städte, in Köln ist ein Paradebeispiel für kleine und grosse Unternehmen, wie man ein neues Geschäftsfeld schafft, indem man zuerst auf die Kunden anstatt auf sich selber schaut.

Ganz unüblich für die Präsentation einer Messe wurden bei der Lancierung der UrbanTec in Zürich nicht einfach die Inhalte der neuen Messe präsentiert. Sie wissen schon: Wir können, wir wollen, wir werden – was letztlich immer auf die eine und gleiche Aussage hinausläuft: Wir sind die Besten in unserem Fach. Nein, für einmal wurde die Entstehung eines neues Geschäftsbereichs selber thematisiert und es wurde zum Lehrstück für alle Marketer, klein oder gross, die für neues Business verantwortlich sind.

Zuerst steht die Erkenntnis, dass man mit den Methoden der Vergangenheit, in der Messewirtschaft war das die Fixierung auf das Vermieten von Hallenfläche, in Zukunft nur bedingt erfolgreich sein wird. Dr. Christian Glasmacher, Leiter Geschäftsbereich Unternehmensentwicklung der Koelnmesse, drückte das so aus: «Wir wollen nicht mehr nur Platzanweiser für die Quadratmetervermietung in unseren Messehallen sein, sondern einer Branche Impulse geben». Die «Branche» der Grossstädte hat sie bitter nötig, bevor sie weiter Richtung Verschmutzung, unkontrolliertes Bevölkerungswachstum oder Rohstoffmangel, zuerst an Wasser, schreitet. Und wer kennt sich hier am besten aus?

Nun, die Koelnmesse selber hat mit der Deutschen Länderbeteiligung an der World Expo 2010 in Shanghai unter dem Titel «Balancecity – Eine Stadt im Gleichgewicht» gute Erfahrungen gesammelt. Hier war sie allerdings Auftragnehmerin für die Durchführung. Eine Messe selber neu erfinden heisst, sie vordenken.Richtigerweise hat sich die Koelnmesse nicht angemasst, aus dem Nichts zum Themenführer zu werden. Auch ein Grossunternehmen kann neue Strategien nicht allein aus eigener Kraft entwickeln. In Workshops mit externen Beratungsunternehmen (Think Tanks), mit der Politik und mit massgebenden Verbänden wurden zuerst die wichtigsten Felder zum Thema City-Technologie definiert. Diese wurden dann auf sieben Kernbereiche reduziert.

Auch eine wichtige Erkenntnis: Messen der Zukunft müssen neu definiert werden in der Art: Was wäre, wenn wir nicht mehr im Mietgeschäft tätig wären? Was wäre, wenn es keine Messehallen gäbe? Was wäre, wenn es keine Messen gäbe? Naheliegende Antwort: Die Messe der Zukunft findet (auch) jenseits der Messehallen statt. Im Falle der UrbanTec in Köln in Nordrhein-Westfalen, einem der grössten Ballungsgebiete in Europa, liegt es auf der Hand, mit dem sogenannten Demonstrationsfeld nahe Anwendungsmöglichkeiten aus der Umgebung zu zeigen. UrbanTec = Ausstellung, Kongress + Demonstrationsfeld.

Eine einfache Anschauung, wie man New Business Development betreibt, nicht wahr? Ja, aber das haben wir doch schon immer gewusst? Wirklich?

Wird die UrbanTec erfolgreich sein? Schaun’ wer mal: Vom 24. – 26. Oktober 2011 in Köln.

P.S. Machen Sie Ihre Kunden erfolgreich? Wir machen mit.

 

 

 

Urs Seiler / www.smartville.ch

Feiern Sie Ihre Misserfolge.

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Kürzlich war ich an dem Innovations Forum des Tourism Pool in Baden bei Zürich. Nein, nicht jenes mit altem Wein in neuen Schläuchen. Es war alter, aber guter Wein.

Fragestellung war: Wie werden wir innovativ? Und wie können wir diesen Prozess katalysieren? Einstein hat gesagt, die Definition von Wahnsinn sei, die selben Dinge immer und immer wieder zu tun, um danach neue Resultate zu erwarten.

Ganz richtig. Und genau darum ging’s auch in Baden: Nämlich um den Mut, auch Fehler zuzulassen, nein, nicht nur das, sondern sogar um das Schaffen einer Unternehmenskultur, die ermutigt, Fehler zu machen. Balthasar Wicki, ein erfahrener Coach von vielen Unternehmen dazu: «Feiern Sie nicht nur Ihre Erfolge. Feiern Sie auch Ihre Misserfolge». Einer der erfolgreichsten Manager der Schweiz, Marc Biever hat eingeführt, dass in den von ihm geleiteten Unternehmen Fehler nicht vertuscht, sondern belohnt werden.

Das hat seine Logik: Missverstädnisse und Fehler bilden häufig den Auftakt für eine neue Erkenntnis, auf die wir sonst nicht gestossen wären. Es kann zu einer für jedermann lernbaren Innovations- respektive Kreativitätstechnik gehören, durch eine sogenannte Reizwort-Analyse zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Wir kommen vom Wort und von der Linguistik her. Deshalb hat uns eine der jüngsten Inspirationen zum Thema von Mario Pricken, besonders gut gefallen. Er empfiehlt bei der Suche nach Kreativität respektive Innovationen sich von herkömmlichen Begriffen zu befreien. Sie möchten eine neue Industriemaschine erfinden? Wie wär’s dann damit, dass sie das Wort «Maschine» aus Ihrem Wortschatz streichen und anstelle dessen ein neues finden, das seinen Zweck oder seine Anwendung emotionaler beschreibt. Die Chancen sind gross, dass sie auf diesem Weg zu Innovationen gelangen. Danach fragen Sie Ihre Kunden, wie ihnen ihr neues Produkt gefällt.

Kreativität ist grenzenlos. Entfesseln wir sie.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Jenseits des m2: Interpack in Düsseldorf

Written by Urs on . Posted in Aussteller, Messe CEO

Der Trend zur Kongressmesse hat die Leitmessen erfasst. Die Interpack, Leitmesse für Verpackungstechnologie in Düsseldorf, ist ein massgebendes Beispiel dafür, dass zahlreiche Messeveranstalter verstanden haben, dass das Geschäftsmodell des Handels mit temporärem Immobilienbesitz für sie selber und ihre Kunden nicht mehr genügt. Messen, das wurde auf einer Auma-Tagung schon vor 10 Jahren erkannt, sind als Plattformen der Wissensgesellschaft auch Foren der Weiterbildung.

Was es bedeutet, von der Material- und Warenökonomie wegzukommen und Wissen anstelle von Quadratmetern anzubieten, wird auf der diesjährigen Interpack in Düsseldorf (Expodata 4/2011 vom 20. April) deutlich: Eines der Kongressthemen zeigt, wie Verpackungen, so widersinnig das im ersten Moment tönen mag, einen Beitrag zur Ökologie leisten können. Dann nämlich, wenn Sie hilft, den Abfall von Lebensmitteln, die verderben, zu reduzieren. Zu solchen und weiteren Themen wie Save Food, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Convenience wird auf der Interpack vom Mai 2011 an den Rahmenanlässen viel zu hören sein.

 

Interpack: Plattform der Wissensgesellschaft

Interpack: Plattform der Wissensgesellschaft

Leitmessen sind auf dem Weg, den Wandel des m2-Denkens zum qualitativen Denken zu vollziehen. Eine Konsequenz davon ist: Die Messewirtschaft, die Aussteller- und Besucherkunden und die Öffentlichkeit, müssen umdenken und wegkommen vom quantitativen Denken. Es sind nicht mehr einfach die Höhe der vermieteten Hallenfläche oder die Zahl der BesucherInnen, an denen wir die Güte einer Messe messen dürfen. Es sind viel mehr die berühmten weichen Faktoren, die in Zukunft (match?)entscheidend für den Erfolg einer Messe sein werden.

Wie gesagt, haben viele Messeveranstalter dieses Prinzip verstanden. Jetzt ist es an ihnen, der Öffentlichkeit und der Presse diesen Paradigmawandel vom quantiativen zum qualitativen Denken zu kommunizieren.

Urs Seiler / www.smartville.ch

EuroShop 2011: Mitmachen, um dabei zu sein?

Written by Urs on . Posted in Aussteller, Messe CEO

Oder ausstellen, um zu gewinnen? Kunden, Budgets und Aufträge?

Kürzlich haben wir eine Exponentin eines namhaften Branchenverbandes der Messebauwirtschaft zu sichtbaren neuen Ausstellungstrends auf der EuroShop in Düsseldorf, die am 2. März zu Ende ging, gefragt. Ihre inhaltsreiche Messe-Analyse lautete: «Individuelle, stringent geplante und umgesetzte Konzepte mit Liebe zum Detail. Das macht einen Messeauftritt aus, da ist die Farbe des Fußbodens wirklich Nebensache – auch wenn die Architekten das nicht hören mögen». Oh, wirklich? Individuell? Stringent geplant? Mit Liebe zum Detail? Also wenn das unser Anforderungs-Profil an einen Markenauftritt im Raum wäre, dann gute Nacht.

Unsere liebe Pressdame hat dann noch einen drauf gesetzt: «Unsere Ausbeute auf der EuroShop als Aussteller war gigantisch». Gigantisch? Ich würde keine Wette darauf eingehen. Seien wir ehrlich: auf Messen läuft per se viel und Aussteller haben die Neigung, sich vom hektischen Tun blenden zu lassen und den angeblich nicht messbaren Messeerfolg mit dem berühmten Bauchgefühl zu beurteilen.
Wie man heute ausstellt, wurde unter anderem am Stand von d’art design sichtbar. Er demonstrierte eine gewisser Rückkehr zu materialisierten Messeständen. Genau, jenen mit richtigen Räumen, Dächern und Wänden. Und natürlich dem aussschlaggebenden Kriterium für jeden Messeerfolg: einer wirksamen Kommunikation. Solche Kompetenz ist mit ein Grund, dass die EuroShop 2011 die erfolgreichste (106’000 BesucherInnen) und die grösste (2028 Aussteller) war.


   Schau’ mal: Messestand ohne Dächer und Wände.                    Räume, die sprechen auf der EuroShop 2011.

Die EuroShop sah eine vollständige und radikale Abkehr von den teilweise «entmaterialisierten» Konzeptständen auf der EuroShop 2008 und 2005. Spurenelemente dieser Ideologie geisterten allerdings noch erkennbar auf dem Stand der Fachhochschule Düsseldorf herum. Die heutigen Studenten sind durch das Dogma der Nachhaltigkeit (Achtung: Grün!) und den kollektiven Zwang, am liebsten gar keine Materialien mehr zu verwenden, offenbar so eingeschüchtert, dass Ihnen darob der Realitätssinn für gebaute Identitäten (Corporate Identity) vollständig abhanden gekommen zu sein scheint.

P.S. Nehmen Sie Ihre Markenführung im Raum wieder in die eigenen Hände. Machen Sie aus Ihrer Messe ein Messe-Aktionsprogramm. Mit klaren und messbaren Umsatzzielen. Wir machen mit.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Wie stark rockt Ihre Marke?

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Wir leben in einer neuen Ära. Die digitalen Medien haben nicht nur den Medienkonsum irreversibel verändert, sondern auch die Business:to:Business-Kommunikation. Manchmal in einem Tempo, dem schwierig zu folgen ist.

Die neue digitale Wirtschaft belebt auch die Messe- und Eventwirtschaft, wie am MX28-Kongress in München deutlich wurde. Manchmal kam allerdings der Eindruck auf, die grössten Messeveranstalter tappten noch im Dunkeln, was den Einsatz von neuen Medien für ihr Kundenmarketing betrifft. Das ist nicht richtig, führende Messe- und Kongressveranstalter haben den Sprung über ihr historisches Geschäftsmodell des Vermietens von Quadratmetern längst vollzogen. Der Einbezug von sozialen Medien wie Twitter, Facebook und anderen gehört heute zum Standard in der Kundenkommunikation. Als wegen der durch die Vulkanasche aus Island ausgelösten Turbulenzen ein Kongress abgesagt werden musste, konnte man diese Absage auf Twitter lesen, bevor der Kongressveranstalter seine offizielle Kommunikation in die richtigen Kanäle platziert hatte.

Digitale Medien ebnen jetzt den Weg zu einer weiteren Revolution. In England wurde der Rap-Song der Pop-Stars Mr George und Lisa Roxanne für den Werbeclip der nachhaltig produzierten Milchprodukte der Marke Yeo-Valley in die Download-Charts von iTunes katapultiert. Stellen Sie sich vor: Einen hitparadenverdächtigen Bekanntheitsgrad für Ihre Marke oder besser: für die Marke Ihres Kunden und gleichzeitig ein Zusatzgeschäft schaffen durch die Kombination Ihrer Markenpolitik und Popkultur! Das ist Rock ‚n’ Roll für Ihre Marke. Yo.

«Yeo-Valley, we change the game, it will never be the same». Wir bleiben dran.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Messen: Brücken ins Auslandsgeschäft

Written by Urs on . Posted in Messe CEO, Messe Manager

«Eine Messe bietet Marktchancen, macht Bewegungen im Markt transparenter und beschleunigt sie. Aber jeder Marktpartner ist seines eigenen Glückes Schmied.»

Ganz richtig, lieber Raimund Hosch. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Berlin bringts auf den Punkt: Ein Messeveranstalter ist dafür zuständig, die idealen Rahmenbedingungen für ein Thema oder eine Branche herzustellen. Hier beginnt dann aber die Aufgabe des Ausstellers: Kundenakquise ist im Kern seine ureigenste Aufgabe.

Im Zuge der Globalisierung, die auch klassische Klein- und Mittelbetriebe erfasst, lohnt sich die Überlegung, welche Auslandmessen ein Veranstalter, zusätzlich zu seinen Heimmessen, im Portfolio hat und wo diese eine Brückenfunktion für das Auslandmarketing für einen Aussteller einnehmen können.

Wie kann man aber als Klein- und Mittelbetrieb, auch mit begrenztem Werbeetat, einen nachweislichen Messeerfolg erzielen? Durch langfristig angelegte, nicht punktuelle und konsequent umgesetzte Kommunikationsmassnahmen. Nutzen Sie Ihr Messeprogramm 2011 zur parallelen Flankierung eines Kommunikations- und Presseplans. Denn es gilt: Keine Messe ohne Presse. Damit steuern Sie die Wahrnehmung Ihres Unternehmens nach aussen. Weil Messen länger dauern, als sie dauern, nämlich 365 Tage.

Solche und ähnliche Trends und Entwicklungen finden Sie regelmässig in diesen Spalten. Nutzen Sie es für Ihren Kommunikationscheck.

Urs Seiler / www.smartville.ch