Messen: Mehr Intelligenz pro m2

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Kontinuierliche Prozessoptimierung führt zur Effizienzsteigerung.
Lukas Podolski auf der gamescom 2011 in Köln am Stand Electronic Arts, (Bild: KölnMesse)

73% von 978 Unternehmen, die an der EXPOformer-Studie «Was funktioniert auf Messen» teilnahmen sagten, dass sie sich bei einer notwendigen Budgetbeschränkung auf eine Teilnahme an den wichtigsten Leitmessen zu Lasten einer hohen Zahl an Messeteilnahmen konzentierten. Mit weniger Mitteln soll mehr erreicht werden.

In eine ähnliche Richtung argumentiert der Auma in seiner Prognose für die Messewirtschaft im 2012: Im 2011 waren, nach einem vorangehenden Rückgang, die wichtigsten Kennzahlen der Veranstalter wie die vermietete Hallenfläche oder die Anzahl an Ausstellern auf dem Messeplatz leicht steigend. Für das Jahr 2012 prognostiziert der Auma Vorsitzende Hans-Joachim Boekstegers eine weitere, leichte Zunahme. Das sind positive Nachrichten, allerdings nicht im Masse früherer erfolgreicherer Jahre und der Grund, weshalb er uns mit seiner Prognose für das 2012 den Titel für dieses Editorial gab: Messen werden besser, nicht grösser.

Der Trend, dass Aussteller mit weniger Mitteln mehr erreichen wollen, ist seit Jahren unübersehbar. Wie können aber Aussteller mit weniger Budgets mehr aus Messen herausholen? Mit mehr Kreativität, die den Fokus stärker von der technischen Seite, der Exponate- und Standbau-Hardware auf die berühmten weichen Faktoren verlagern. Der Werber David Ogilvy hat gesagt, man könne sein Publikum nicht langweilen, um es für seine Produkte zu begeistern. Man könne es nur dafür interessieren.

Was bedeutet das für Messen? In der zweiten EXPOformer-Studie «Was Messebesucher wirklich wollen» machen Aussteller die klare Aussage, dass sie primär zur Messe kommen für eine professionelle, kompetente Beratung und nicht, um Produkte zu sichten oder zu ordern. Seinen StandbesucherInnen ein Messe-Erlebnis zu bieten, hängt deshalb nicht an der Präsentation der Exponate und auch nicht zuerst am Messe-Design, sondern – am Zuhören. Menschen sprechen gerne mit Menschen und jene Aussteller, die das verstanden haben, machen gewissermassen das Unsichtbare bei Ihren Kunden sichtbar. Dafür sind Messen da.

P.S. Wie Sie das Unsichtbare bei Ihren Besucherkunden sichtbar machen ist das Thema unserer Messetrainings «Messen messbar machen. Mehr Intelligenz pro m2».

Urs Seiler / www.smartville.ch

 

 

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