Messewirtschaft: Eine schwarze Null im 2012?

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Messebeteiligungen werden eher hochwertiger als grösser.
Messebeteiligungen werden eher hochwertiger als grösser.

Trotz wachsender Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung wollen 38% der Aussteller in Deutschland mit über 50 Millionen Euro Umsatzz ihre Messeetats erhöhen.

Das Ergebnis des jüngsten Auma-Messetrend erscheint plausible unter Betrachtung der Kennzahlen der Messewirtschaft im 2011. Im letzten Jahr nahmen auf 135 überregionalen Messen in Deutschland 3% mehr Aussteller als im Vorjahr, nämlich 159’000 an Messen teil. Die vermietete Standfläche wuchs um 2% auf 6.1 Millionen Quadratmeter.

Der Auma erwartet für 2012 zwar eine leichte Zunahme der Aussteller- und Besucherzahlen um 2%. Die Standflächen, die wichtigste Einnahmequelle der Veranstalter und Konjunkturindikator für den Messebau, würde aber vermutlich kaum zulegen, macht der Auma-Vorsitzende Hans-Joachem Boekstegers in vorsichtigen Optimismus für das 2012 und bringt die Entwicklung auf den Punkt: «Messebeteiligungen werden eher hochwertiger als grösser.»

Eine ähnliche Aussage ist in den letzten zwei Jahren vermehrt auch von Seiten des messedienstleistenden Gewerbes zu hören. Messebauer konstatieren, dass der Preiswettbewerb härter wird und Aussteller mehr Leistungn für das gleiche Budget verlangen. Sie wollen aber nicht nur mehr für ihr Geld sondern, so wie das Boekstegers sagt, sie wollen bessere Qualität. Sie suchen einen immer höheren Beitrag an ihren Messe-Erfolg. Damit wandelt sich der reine Preiswettbewerb der Messebauer in einen des Know How rund um Markenführung im Raum und Messe-Marketing.

Jede wirtschaftliche Situation produziert Gewinner und Verlierer. Gewinnen werden den heutigen Wettbewerb in der Messebaubranche nicht jene Unternehmen, die ihr Augenmerk weiter auf den Preiswettbewerb allein legen, was notgedrungen mit einem Leistungsabbau einher geht. Die Kunden wollen aber, wir hören es in zahlreichen Gesprächen, zu vergleichbaren Kosten wie bisher, das Gegenteil: eine Stärkung des Marketing-Instruments Messe, einen qualitativen Messemehrwert. Gewinnen werden deshalb jene Dienstleister, die ihre Kunden überzeugend in integrierten Kommunikationskampagnen, On- und Offline, beraten können.

Urs Seiler / www.smartville.ch

 

 

 

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