Willkommen auf der 365-Tage-Messe

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GamesCom, Köln: Das schaffen nur soziale Medien
GamesCom, Köln: Das schaffen nur soziale Medien

Jetzt sind wir angekommen auf der 365-Tage-Messe, genauer den sozialen Medien wie Facebook oder Linkedin sei dank. Gut, dass der Begriff der 365-Tage-Messe uns eine konkrete Handlungsanweisung gibt, anders als wenig plausible und austauschbare Bezeichnungen wie Web 2.0. Oder ist es bereits Web 3.0? Oder Web 4.0?
Vor etwa zehn Jahren hat uns ein Zukunftsforscher im Interview gesagt, er könne es kaum glauben, wie wenig das Internet als Marketing-Instrument genutzt würde. Die Situation hat sich heute verändert, wie Beispiele auch aus der Messepraxis zeigen. Der Tenor ist: Am Einbezug der sozialen Medien kommt heute niemand mehr vorbei (Georges F. Kindhauser in unserer Umfrage zum Thema).
Angebote auf sozialen Medien sind zur Selbstverständlichkeit geworden und dies nicht nur für Konsumgütermessen. Auch für Fachmessen haben sich Anwendungen wie Twitter als messeflankierende, zusätzliche Kommunikationskanäle etabliert.
Messeveranstalter galten in der Vergangenheit vielleicht zu recht, heute mit Gewissheit zu unrecht, als konservativ und wenig zukunftsgerichtet. Wie die Expodata-Umfrage zeigt, haben sich nicht nur sehr viele Messeveranstalter diesem Thema angenommen, sie scheinen so etwas wie Taktgeber geworden zu sein, wo es um die Nutzung sozialer Netzwerke für die rasche Information mit ihrem Stakeholder-Publikum geht. Als die Gamescom in Köln wegen des grossen Besucherandrangs aus Sicherheitsgründen vorübergehend die Tore schliessen musste, wurde dies zu einem grossen Teil über soziale Netzwerke kommuniziert. Mit dem Resultat, dass innert einer Stunde die Neuigkeit bei der Games-Community angekommen war. Das hätte kein anderes Medium geschafft. Wir haben schon darauf hingewiesen, dass Community-Bildung auf dem Web keine Einbahnstrasse ist. Der Community-Gedanke ist erst vollzogen, wenn ebendiese Stakeholder nicht nur mit uns, sondern unter sich kommunizieren. Das grösste Potenzial von sozialen Netzwerken liegt deshalb wohl in dessen Nutzung in der messefreien Zeit. Wir zitieren hier Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf: Je mehr es uns gelingt, die Branche 365 Tage im Jahr zu erreichen, desto erfolgreicher werden wir als Messe in diesem Wettbewerb bestehen.
Und wie steht es um Ihr Social Media Marketing? So wie um den Ausspruch des Schriftstellers Peter Handke, in anderem Zusammenhang geäussert? Du hast keine Chance, also nutze Sie? Nein. Schauen Sie sich auf den Aktivitäten der grossen Messeveranstalter auf dem Social Web um. Eine inspirierende Recherchequelle.

Urs Seiler / www.smartville.ch

 

Messe: Jenseits der Materialschlacht

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UrbanTec

UrbanTec

Haben Sie schon auf unseren Blog gewartet? Richtig, es ist eine Weile her seit unseren letzten Zeilen, wir haben einfach die Sommerpause etwas verlängert. Aber mit der Messe-Hochsaison kehren jetzt auch wir berichtenderweise wieder zurück zum Geschehen in der internationalen Marketingwelt.

Noch rund vier Wochen, und dann startet am 24. Oktober in Köln die UrbanTec, Umweltmesse für Städtetechnologie. Wenn Sie zu den Anbietern oder Abnehmern von Technologien und Entwicklungen gehören, die das Leben in bestehenden, wachsenden und neu zu errichtenden Ballungsgebieten und Großstädten verbessern, dann könnte die UrbanTec etwas für Sie sein.

Mit der UrbanTec schafft die Koelnmesse einen exportorientierten Marktplatz der nationalen und internationalen Industrie. Gezeigt werden hier Technologien und Entwicklungen, die das Leben in bestehenden, wachsenden und neu zu errichtenden Ballungsgebieten und Großstädten nachhaltig verbessern können. Branchenübergreifend bündelt die Veranstaltung Systemlösungen, Komponenten, Anlagen sowie Dienstleistungen zur Deckung des urbanen Bedarfs. Dabei ist das Potential enorm: Bis 2030 stehen nach Schätzungen der OECD weltweit über 30 Billionen EUR zur Disposition, die in städtische Infrastrukturen investiert werden müssen.
Innovativ ist das Drei-Säulen-Konzept der UrbanTec, bei dem es neben der Ausstellung einen begleitenden international ausgerichteten Kongress sowie ein Demonstrationsfeld mit Besuchsmöglichkeiten herausragender Anwendungsbeispiele gibt. Wie Sie wissen, gehören wir zu den Predigern von Messen, die über den Messe-Quadratmeter hinaus reichen und dieses Thema wird in Köln, nicht nur zur UrbanTec, immer wieder überzeugt und überzeugend eingelöst, hier mit dem sogenannten Demonstrationsfeld.

A propos Umwelttechnik: Wann wird sich auch die Messewirtschaft verstärkt diesem Thema widmen? Wenn wir uns in den internationalen Kongressen umschauen, dann sind die Umwelt weniger belastende Messeauftritte nicht gerade ein heisses Eisen unter den Themenreferaten. Unsere Meinung: Hinfahren, aufbauen, wegtransportieren ist von gestern, gute Ideen, die die alte Materialschlacht erstzen, von morgen. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. Sie auch? Bleiben wir dran.

Urs Seiler / www.smartville.ch