Soziale Netzwerke: If you can’t beat them, join them

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Social Media: Beginnen Sie mit einer Politik der kleinen Schritte. Aber bleiben Sie dran.

Social Media: Beginnen Sie mit einer Politik der kleinen Schritte. Aber bleiben Sie dran.

Off = On: Der Trendforscher Rainier Evers hat die zweifelhafte Faszination neuer digitaler Medien so erklärt: Alle unsere Online-Kommunikation verfolgt genau eines und immer das gleiche finale Ziel: Dass wir uns in der realen Welt treffen. Das Internet kann alles, was die reale Begegnung nicht kann, aber es kann sie nicht ersetzen.

In diesem Atemzug haben wir den Begriff der «virtuellen Messe» stets als das tituliert, was er ist: Ein Etikettenschwindel, da bis heute kein Medium existiert, das die Multifunktionalität des Mediums Messe und die damit verbundenen Marketing- und Absatzpotenziale auch nur annähernd bewerkstelligen könnte. Wenn’s denn unbedingt sein muss, verwenden Sie doch den Begriff der Cybermesse, weil in diesem schon die Irrealität und Fiktionalität zum Thema anklingt.

Trotzdem treiben uns sogenannt soziale Netzwerke um, solange wir keine Taktik für Umgang mit ihnen gefunden haben. Entwarnung in einer gewissen Weise gab hier die Podiumsdiskussion am 43. Internationalen Messeseminar bei der Fiera Bozen zum Thema «Wohin geht die Reise?». Der Tenor «If you can’t beat them, join them» war keine Kapitulation vor der Übermacht der Digitalität, sondern eine pragmatische Übungsanleitung, wie man Messen und soziale Netzwerke zusammen bringt.

Stellvertretend dafür das Votum von Jochen Witt, der sagte: «Messe und Virtualität stehen miteinander im Wettbewerb der Budgets. Je mehr wir in der Lage sind, alternative Medien in unsere Messen einzubeziehen, desto besser können wir unsere Kundenbedürfnisse befriedigen».

Ganz richtig, Jochen Witt, Messeveranstalter mit ihrer Kompetenz in der Live Kommunikation bieten sich soziale Netzwerke als Chance, Strategien im Umgang mit der Online-Community für ihre KundInnen vorzudenken, um sie auch in Zukunft an ihr Unternehmen zu binden. Vor allem, so lange die sozialen Netzwerke kein tragfähiges Geschäftsmodell kennen, das den Nutzen für den User in den Vordergrund stellt anstatt den eigenen Profit.

Wie lassen sich soziale Netzwerke in die Kommunikationsstrategie integrieren?
If you can’t beat them join them oder auf Deutsch: Was wir nicht besiegen können müssen wir integrieren. Mit einer Teilnahme auf Facebook oder Xing und dem «posten» von Content ist allerdings wenig erreicht und die Gefahr eines Schadens in Form eines Glaubwürdigkeitsverlustes oder einer ungünstigen Aufwand:Nutzen-Relation gross. Ihre Marke muss eine Dreiwegkommunikation zwischen Ihren Unternehmen, Ihren Anspruchsgruppen schaffen und dann eine Plattform, auf der die Nutzer von sozialen Netzwerken untereinander sprechen. Eine Community ist erst geschaffen, wenn die TeilnehmerInnen miteinander kommunizieren. In der Business:to:Business Kommunikation führt ein Weg dazu über entsprechende Fachgruppen und der Königsweg darin, wenn Ihr Unternehmens es schafft, dass dieser Dialog auf Ihrer Webpage oder auf Ihrem Blog stattfindet, anstatt auf Facebook oder Xing. Es gehört zu den meistgemachten Fehlern, Communities den sozialen Netzwerken zuzuführen anstatt sie dort abzuholen. Damit ist auch gesagt, dass es in der Kommunikation mit sozialen Netzwerken nicht darum geht, über sein eigenes Unternehmen zu monologisieren, sondern Content zu bauen, der Ihren KundInnen einen weiterführenden Nutzen anbietet. Wenn wir nur über uns selber sprechen, verliert unsere Community Interesse und klickt weg.

Aussteller- und BesucherkundInnen auf Messen erwarten von Veranstaltern heute bedeutend mehr als die Mietleistung für temporären Immobilienbesitz. Sie verlangen von einem Veranstalter ein weiterführendes Angebot, das sie befähigt, eine crossmediale Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen zu führen. Messeveranstalter müssen mehr sein als Platzanweiser für Ihre Hallenflächen, nämlich Moderator für die Kommunikation von Anbieter und Abnehmer auf allen kommunikativen Kanälen. Wir haben diese neue Anforderung im programmatischen Titel «Mehr Intelligenz pro m2» gefasst. Wer soziale Medien intelligent und aktiv anstatt als passiver Mitmacher nutzt, spricht mit seiner Community anstatt nur mit sich selbst.

P.S. Und hier sind einige Tipps für Ihr digitales Marketing: 1) Denken Sie nicht in Medien, sondern an eine Gesamtstrategie. 2) Definieren Sie Ihr Markenziel. 3) Beginnen Sie mit einer Politik der kleinen Schritte. Aber bleiben Sie dran.

Urs Seiler / www.smartville.ch

Der Markt für Gesundheit und Schönheit wird grösser und jünger

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

Schöne Männer braucht das Land. Und Frauen ebenso.

Schöne Männer braucht das Land. Und Frauen ebenso.

Gesundsein macht schön: Wenn Konsumenten vom Teenager bis zum Pensionierten heute immer mehr Geld für ihre Gesundheit und für Schönheit ausgeben, sind das Zeichen ein und derselben Entwicklung: Gesundsein und Schönsein werden heute als zusammengehörend betrachtet. Und: Immer jüngere Zielgruppen geben ihr Geld für beide Bereiche aus. Diesen Trend spiegeln die drei unter dem Dach messe2011 durchgeführte Fach- und Publikumsmessen vom 16. – 18. September 2011 in der Bernexpo.

Gesundheit wird heute generationenübergreifend nicht mehr einfach als Zustand, sondern als Lebenseinstellung verstanden, die immer mehr Menschen aktiv gestalten wollen. Das Gottlieb Duttweiler Insitut hat das unter den Nenner «Vom Lifestyle zum Healtstyle» gebracht.

Nehmen wir die Jugend: Das Schönheitsideal unter Teenagern wird zum Schönheitswettbewerb. Schön sein beschränkt sich dabei nicht mehr wie früher auf Mode und Kosmetik. Zum Schönsein werden immer mehr auch Angebote von Zahnarztkliniken (Stichwort: Zahn-Bleaching), Haar-Verlängerungsinstituten, Anbietern von hochwertiger Nahrung und von Firmen aus dem Wellness-Bereich wie Hotels, Massageinstitute oder Einrichtungen für fernöstliche Medizin in Anspruch genommen.

Auch die ältere Generation hat das Schön- und Gesundsein entdeckt: Wer früher das Thema an seinen Hausarzt delegierte, orientiert sich heute in Apotheken und Drogerien sowie bei Lifestyle-Beratern darüber, wie man seinen Alltag verschönert und verbessert.

Und was gibt es dazu aus der Sicht des Bloggers zu sagen? Nichts wie hin. Nehmen Sie als Aussteller teil, wenn Sie im Bereich Pharma, Gesundheit oder Schönheit tätig sind. Die messe2011 ist die einzige kombinierte Messe für die Pharma-, Schönheits- und Gesundheitsbranche in der Schweiz. Sie wird für den Fachhandel einerseits und das grosse Publikum anderseits räumlich und in der Zulassung der Besucherinnen und Besucher getrennt durchgeführt, was eine Eingrenzung Ihrer Zielgruppe (anstatt eine künstliche Verwässerung) garantiert. Alle drei Messen führen Hersteller und Handel und Endabnehmer zusammen und ermöglicht diesen Marktteilnehmern einen konzentrierten und qualitativen Dialog, wie er ihnen mit anderen Medien in dieser Konzentration nicht möglich ist.

Stellen Sie aus, um zu gewinnen – Kunden, Budget, Aufträge? Go for it.

Urs Seiler / www.smartville.ch

I love Rock ‚n’Roll: Heavy Metal am Schweizer Dialogmarketing-Preis

Written by Urs on . Posted in Messe CEO

I love rock ‚n’ roll, so put another dime in the juke box, baby.

I love rock ‚n’ roll, so put another dime in the juke box, baby.

Morning all

Ein Dialogmarketingexperte hat uns vor einigen Jahren die wundersame Botschaft anvertraut, Direktmarketing sei «the best thing since sliced bread», die beste Erfindung seit der Einführung von Brot in Scheiben. Worauf ihm ein Marketing-Guru antwortete: Geschnittenes Brot sei auch nicht mehr die Erfolgsstory, die es einmal war, und er persönlich bevorzuge heute organisches Foccacia.

Was er damit thematisieren wollte: Direktmarketing verrichtet zwar immer noch grossartige Arbeit, Dialogkampagnen sind aber taktische, keine strategischen Massnahmen. Was Direktmarketingkampagnen aber leisten wie kein anderes Marketinginstrument, ist Handlungen auszulösen nach der guten alten AIDA-Formel, die Ihre KundInnen veranlassen, bei Ihnen  zu kaufen. Gibt es ein höheres Marketingziel?
Die geballte Kraft von Dialogkampagnen wurde in einer erneut hervorragenden Preisverleihung, kurz aber auf höchstem Niveau, im Zürcher Kongresshaus sichtbar. Vom Akquise-Mailing über adressierte oder nicht personalisierte Mailings bis hin zu integrierten Dialogmarketingkampagnen befanden sich alle Einreichungen der versammelten Elite an schweizerischen Werbe- und Direktmarketingagenturen auf höchstem Niveau.

Ein hohes Lob gebührt den Organisatoren des Events selber: Beginn war um 18.30 Uhr, Einchecken und Kontakte-Knüpfen ab 17.15 Uhr, Ansprache, Ehrungen, eine Preisverleihung die rockte, ganz nach dem Motiv des Abends «Heavy Metal», hochstehende Unterhaltung, Gala-Dinner, Netzwerk-Gelegenheiten und bis um 22 Uhr war das Hauptprogramm abgerollt. Wer wollte, konnte noch zur After-Party bleiben, wer sein Zeitbudget erschöpft hatte, ruhigen Gewissens und mit den Visitenkarten der gesuchten Business-Partner im Gepäck nach Hause aufbrechen. Das war Heavy Metal für die Marketingwirtschaft und wir können nur sagen: I love Rock ‚n’ Roll, so put another dime in the juke box, baby.

P.S. Danke auch, liebe Kolleginnen, für die magistrale Erleichterung der Arbeit der teilnehmenden Presse. Das war professionell und hatte Klasse.

Urs Seiler / www.smartville.ch